Chronik und Dorfbuch von Widdershausen/Werra

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Pfarrer der Reformation

Kirche

Die Pfarrer der Reformationszeit in Widdershausen


Stephan (Steffan) Meister, geb. um 1500, gest. in Datterode im Jahre 1569
1528 – 1530 Pfarrer zu Widdershausen
Nach dem Weggang von Pfarrer Meister nach Datterode kam Widdershausen nach Obersuhl; Pfarrer zu Datterode 1530 bis vor 1569; Vater von Elias Meister Pfarrer zu Datterode 1565 bis nach 1604

Balthasar Riemer (Rimer, Rymer), geb. um 1500, gest. in Breitau um 1580
1530-1540 Prediger zu Widdershausen
Geweiht in Erfurt von Bischof Paul; zum evan. Pfarrer ordiniert von Balthasar Raid 26 Jahre vor 1556 (1530); zog von Widdershausen nach Breitau; Pfarrer in Breitau vor 1545 bis 1556 (1582?); quittiertte 1545 über 3 Gulden Visitiergeld; bei der Generalvisitation 1556 antwortete er ziemlich und der confessio gemäß; lehrte die Kinder sonntäglich den Katechismus; hielt sich ordentlich, lebte recht; Kinder vorhanden 1556; 1581 sammelt Balzer, des gewesenen Pfarrer zu Breitau Sohn, den Zehnten ein, wahrscheinlich ein Sohn desBalthasar Riemer.

Simon Isbrandt (Isenbrandt, auch Gruninger genannt), geb. um 1513, gest. in Berka/Werra am 07.05.1579
1539-1543 Pfarrer zu Obersuhl und Widdershausen
4 Jahre Univ.Erfurt, 1 Jahr Wittenberg, ordiniert in Rotenburg/Fulda, 1543 Pfarrer in Berka/Werra, 1573 im Amt belassen, genannt in der Visitation 1577 und 1578, 1578 wurden 5 Kinder genannt (alle verheiratet), Pfarrer Simon (Isebrandus) Isbrandt wird erwähnt im Schreiben des Johannes Hagelgans vom 25.06.1609

Johannes Hagelgans d.Ä., geb. in Oberaula um 1500, gest. in Dankmarshausen 1580
1543-1545 Pfarrer zu Dankmarshausen
Cappellan zu Schwarzenborn vor 1530; war auch in Oberaula tätig; Pfarrer zu Oberellen 1530-1543; Pfarrer in Dankmarshausen von 1543-1576; bestand die Kirchenvisitationen 1554 und 1573 über Lehre und Leben gut; hat auch über eine Zeit lang die Pfarreien Bosserode und Widdershausen versehen; Vater von Emanuel (Pfarrer von Breitenbach), Johannes d.J. (Pfarrverweser von Widdershausen) und Konrad d.Ä. (Pfarrer von Dankmarshausen);

Johannes Schwartz, geb. um 1515, gest. nach 1558
1545-1556 (1558 ?) Pfarrer zu Obersuhl und Widdershausen
Vorgänger von Johannes Hagelgans jun. 1556 ff., wird auch Johannes Bottener genannt; Pfarrer Schwartz erhält 1556 Bosserode im Austausch gegen Widdershausen;

Kaspar Buder ?
1550 ?
Pfarrer zu Widdershausen

Johannes (Fulicanus) Hagelgans d.J., geb. Dankmarshs. um 1534, gest. Obersuhl 1595
1556 - 1558 Pfarrverweser von Widdershausen
1558 - 1576 Pfarrer zu Obersuhl und Widdershausen
Sohn des Pfarrers von Dankmarshausen; sein Vater übergab 1556 dem Dekan Jost Winter ein Schreiben mit dem Inhalt, daß dieser sein Sohn bis auf fernere Anordnung die Gemeinde Widdershausen versehen solle, daß dafür Büsenrode (Bosserode) dem Pfarrer zu Obersuhl überlassen werden sollte; bei der Generalvisitation 1556 gab er besser als etliche Alte latine Antwort; lehrte die Kinder sonntäglich den Katechismus; hat Obersuhl „beinahe in die 40 Jahre versorget“ (bis 1595); ab 1580 auch Pfarrer von Richelsdorf

Martin Mosebach, geb. in Heringen um 1550, gest. in Heringen 1603
1577-1598 Pfarrer zu Heringen und Widdershausen
Sohn des Pfarrers Daniel Mosebach in Heringen; Enkel des kath. Pfarrers Caspar Mosebach in Heringen; Schuldiener zu Herleshausen 1569; Pfarrer in Wichmannshausen 1570-1577; Pfarrer in Heringen von 1577 bis nach 1598; quittiertte 1577 über 5 Gulden Visitiergeld; versah auch „bei 20 Jahre“ die Kirche zu Widdershausen; die Gemeinde beschwerte sich am 26.7.1598, daß er keine Rechnung des Kirchenkastens ablege, aus dem früher die Ausgaben für Kirche, Pfarrei und Schule gedeckt wurden; er hätte die Einnahmen des Kastens für sich verwandt; der Vogt von Friedewald Peter Stückradt verteidigte ihn gegen solche Vorwürfe 6.8.1598;

Konrad (Conradus) Hagelgans, geb. in Obersuhl um 1560, gest. in Obersuhl 1634
1589 – 1634 Pfarrer von Widdershausen und Richelsdorf
Sohn des Pfarrers zu Obersuhl Johannes Hagelgans; schrieb am 25.06.1609: „habe solche zwo Pfarren Deo gratia vnd ohne einigen Ruhm zu melden, in die 21 Jahre inngehabt, meine bevohlene Schefflein mit guter, reiner, gesunder Lehre geweydet, habe zwar mein eigene habitation und Wohnung zu Obernsula, ist aber mein haereditarium vnd possess. Ob ich nun schon in Obernsula meine Wohnung habe, seindt doch meine Pfarrkinder content vnd wohl zufrieden, daß sie mir, ihrem Pfarrherrn mit Fahren vnd Diensten gegen Obernsula gleich als wenn ich mein Pfarrhaus zu Widdershausen oder zu Richelsdorf hätte, dienen...“; sein Adjunkt Kröschel wurde mit seiner Zustimmung zu seinem Nachfolger presentiert;

Balthasar Kröschel
1634 ff Pfarrer von Widdershausen und Richelsdorf
Sohn des Pfarrers von Ulfen Magister Christian Kröschel


Quellen: Oskar Hütteroth, Die althessischen Pfarrer der Reformationszeit (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck, Band 22, Teil 1-3, 1966)

Bernhard Möller, Thüringer Pfarrerbuch, Band 3, Landesteil Eisenach, Verlag Degener & Co., Neustadt a.d.A., März 2000


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