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K+S fordert Garantien von Politik

05.11.2009 - KASSEL

Laugenpipeline zur Nordsee soll umfassend abgesichert werden

(dpa). Für eine Fernleitung zur Nordsee für die Salzlauge aus der Kaliförderung hat der Salzriese K+S Garantien von der Politik gefordert. So müsse der "gemeinsame politische Wille auf Landes- und Bundesebene gegeben und dokumentiert" sein, heißt es in dem gestern in Kassel vorgestellten "Integrierten Maßnahmenkonzept" des Konzerns. Genehmigungen für Bau und Betrieb einer solchen Röhre müssten "langfristig gesichert" sein. Auch das Konzept selbst solle in den Ländern "zeitnah" abgestimmt werden. Das Papier ist die detailliertere Variante eines Programmes, das K+S vor einem Jahr vorgestellt hatte.

Salzlauge wird am K+S-Standort Hattorf in den Fluss Werra geleitet.Bild: Archiv/dpa

Das Unternehmen will 360 Millionen Euro investieren und damit bis zum Jahr 2015 die Menge der Salzlauge aus der Kaliproduktion halbieren. K+S steht seit März 2006 in der Kritik, weil das Unternehmen eine 63 Kilometer lange Leitung von Neuhof bei Fulda an die Werra bauen will, um dort Salzlauge einzuleiten. Die Lauge fällt bei der Produktion an und wird derzeit mit Tankwagen 100 Kilometer weit an den Fluss gefahren. Kritiker wie Umweltverbände, Anrainer und einige Parteien sagen, der Fluss werde gefährdet. Andere Parteien und Unterstützer sehen den Grenzwert von 2,5 Gramm Salz je Liter hingegen als Kompromiss zum Erhalt von mehr als 5000 Kali-Arbeitsplätzen in Hessen und Thüringen. Derzeit leitet K+S jährlich 14 Millionen Kubikmeter Salzwasser in den Fluss und in den Untergrund. Weil letztere Möglichkeit wegfällt, wird sich die Salzfracht in der Werra trotz Halbierung der Laugenmenge jedoch kaum verändern. K+S sieht dennoch eine deutlich Entlastung für den Fluss. Die Weser werde nördlich von Bad Karlshafen "nahezu wieder zu einem Süßwasserfluss". Bei Bremen werde sie Trinkwasserqualität haben. "Damit treten andere, von der Kaliproduktion unabhängige den Fluss belastende Faktoren in den Vordergrund." K+S gehe mit seinem Programm "an die Grenzen des wirtschaftlich Vertretbaren". Seit eineinhalb Jahren tagt auch ein Runder Tisch mit Vertretern von Politik, Wirtschaft, Kommunen und Umweltverbänden, um eine Lösung des Problems zu finden. Aller Voraussicht nach wird das Gremium in der nächsten Woche die Nordsee-Pipeline als Kompromiss empfehlen.

Gelnhäuser Tageblatt, Donnerstag, 05. November 2009

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