Chronik und Dorfbuch von Widdershausen/Werra

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Schmiede

Dorfleben

Die alte Dorfschmiede in Widdershausen
Die klassische handwerkliche Schmiede, wie sie früher in jedem Dorf anzutreffen war, ist mittlerweile fast völlig ausgestorben. Im Kreis der Dorfhandwerker nahm der Schmied eine zentrale Rolle ein. Als eine Art Universalhandwerker beschlug er nicht nur Pferde und Ochsen, sondern stellte auch landwirtschaftliches Gerät wie Eggen und Pflüge her, wartete und reparierte es.

Die alte Dorfschmiede an der Linde bei "Schmeeds" ist schon im Lageplan von 1850 eingezeichnet. Die Familie Thenert hat zuletzt die Dorfschmiede betrieben.

Familienbild vor dem Firmentor, dem Eingang zur Schmiede.

Innenansicht einer alten Dorfschmiede - hier in Lindlar um 1950

Wichtigster Einrichtungsteil in der Schmiede war die Esse, in der die entzündete Schmiedekohle (Fettkohle) zur Erwärmung des Werkstücks mit Hilfe eines Blasebalgs auf maximale Temperaturen von ca. 1250 °C gebracht wurde. In manchen Schmieden wurde die Esse auch mit Koks betrieben. Oberhalb der Feuerstelle befindet sich der Rauchfang, der als Abzug für giftigen Rauch und Funken dient.


Auch in einer alten Dorfschmiede war mal Feierabend!

Das alte Wohnhaus der Familie Thenert an der Linde in Widdershausen

Zur Formgebung des Werkstücks stehen in der Schmiede zahlreiche Werkzeuge zur Verfügung, von denen der Amboss eine zentrale Bedeutung einnimmt. Weitere Werkzeuge sind:

Zangen
Schmiedehammer
Vorschlaghammer
Gesenke
Richtplatte
Schraubstock
Stauch- und Lochplatten
Ringhorn
Spaltkeile

Gefügeänderungen (Härte, Zähigkeit) in Werkstücken aus Stahl werden nach dem Schmieden in kaltem Wasser oder Öl durch Abschrecken und anschließendem Anlassen in den dafür vorgesehenen Härtebecken durchgeführt. Hierbei werden an zuvor blank geschliffenen Stellen die sogenannten Anlassfarben sichtbar, anhand derer ein erfahrener Schmied die Härte und Zähigkeit abschätzt. Die Werkstückoberfläche kann mit Schlichthämmern geschlichtet oder mit strukturierten Gesenken gestaltet werden.

Die Schmiede als Kommunikationszentrum der Landwirte im Winter.

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