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Ausbildungsnachweis - Widdershausen aktuelles Projekt

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Ausbildungsnachweis

Chronik 3 > Bergbau
Ausbildungsnachweis-Mappe der Industrie und Handelskammer Kassel (IHK) für den Ausbildungsbetrieb der Lehrwerkstätte der Kali und Salz AG in Heringen
Ausbildungsnachweis-Mappe der Industrie und Handelskammer Kassel (IHK) für den Ausbildungsbetrieb der Lehrwerkstätte der Kali und Salz AG in Heringen
Ausbildungs-Nachweis
Lehrwerkstatt des Kaliwerkes Wintershall

In den Jahren 1970er Jahren war der Ausbildungsnachweis (damals oft noch als Berichtsheft oder Wochenbericht bezeichnet) durch das noch junge Berufsbildungsgesetz (BBiG) von 1969 rechtlich neu gefestigt worden.

Seit 1969 war das Führen des Nachweises gemäß § 13 BBiG gesetzlich verpflichtend für Auszubildende.
Ein ordnungsgemäß geführtes und vom Ausbilder unterschriebenes Berichtsheft war zwingende Voraussetzung für die Zulassung zur Abschluss- oder Gesellenprüfung.
Bei der Kali und Salz AG, Werk Wintershall in Heringen wurden die Ausbildungsnachweise dem Betriebsrat und den gesetzlichen Vertretern (Eltern) zur Unterschrift vorgelegt, damit diese den Ablauf der Berufsausbildung kontrollieren konnten.
Wochenbericht von September 1974 über ein Seminar für Auszubildende des 2. Lehrjahres in der Heimvolkshochschule auf Burg Fürsteneck bei Eiterfeld. Der Wochenbericht wurde abgezeichnet vom Elektomeister Georg Spangenberg aus dem Oberland in Heringen.
Der Ausbilder war gesetzlich verpflichtet, das Heft regelmäßig (meist monatlich) zu kontrollieren und abzuzeichnen.
Form und Inhalt (Wochenberichte):
In den 1970ern wurden Berichte fast ausschließlich handschriftlich in 72 Grad Normschrift (DIN 6776-1) vorgedruckten Heften oder auf losen Blättern in Ordnern geführt.
Der Fokus lag auf dem sachlichen und zeitlichen Ablauf. Lehrlinge mussten stichwortartig oder in kurzen Sätzen festhalten:
Betriebliche Tätigkeiten: Welche Arbeiten wurden im Betrieb ausgeführt?
Unterweisungen: Welche speziellen Handgriffe oder Maschinen wurden erklärt?
Berufsschule: Welche Themen wurden in den einzelnen Fächern behandelt?
Zeitaufwand: Oft mussten die Stunden pro Tätigkeit (z. B. "Feilen: 4 Std.") genau aufgeführt werden.
Wochenbericht aus dem Januar 1975 über einen Einsatz beim Kabelbruch im Kieswerk Schimmelpfennig in Widdershausen und einen Einsatz in der Zentrale an der Werra in Lengers. Der Wochenbericht wurde abgezeichnet vom Elektomeister Gerhard Schneider aus der Werrastrasse in Widdershausen.
Besonderheiten der Ära 1973-1975
Erziehungsfunktion: Das Berichtsheft diente nicht nur der Kontrolle, sondern sollte den Lehrling zur Reflexion über das Gelernte anhalten.
Zeichnungen: In technischen oder handwerklichen Berufen war es damals üblich, zusätzlich zu den Wochenberichten regelmäßig detaillierte Fachzeichnungen oder Arbeitsbeschreibungen (Monatsberichte) anzufertigen.
Übergangsphase: Viele Ausbildungsordnungen wurden in dieser Zeit modernisiert, um den technischen Fortschritt abzubilden.
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