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Ausbildung

Chronik 3 > Bergbau
70 Jahre Ausbildung im Kaliwerk Wintershall
Aus der Lehrwerkstatt des Kaliwerks gingen bis 1998 - 3993 Facharbeiter hervor
Heringen (z). Wenn am 1. September 1998 für 62 neue Auszubildende im Kaliwerk Werra der "Ernst des Lebens" beginnt, dann ist das gleichzeitig für K+S ein rundes Jubiläum.
Mit der Einstellung des Ausbildungsjahrgangs 1998 kann das Werk jetzt eine siebzigjährige Tradition als Lehrbetrieb vorweisen, in der knapp 4.000 junge Menschen zu qualifizierten Fachkräften ausgebildet wurden.
Der Ausbildungs-Jahrgang 1973/1974 in der Frühstückspause
1928 traten im damaligen Werk Wintershall erstmals 22 junge Männer ihre Lehrstellen an. Kurze Zeit später folgte auch das Werk Hattorf in Philippsthal mit der Eröffnung einer Lehrwerkstatt.
 
Beide Einrichtungen bedeuteten für die Wirtschaftsstruktur an der Werra einen Meilenstein, der die beruflichen Perspektiven junger Menschen entscheidend verbesserte.
 
Bis dahin waren Ausbildungsplätze ausgesprochene Mangelware, so daß viele Jugendliche als ungelernte Hilfskräfte mit dürftiger Qualifikation und entsprechend schlechter Bezahlung ins Arbeitsleben eintraten und oftmals lebenslang keine Chance bekamen, sich zu verbessern.
 
Diesem Mangel halfen die Werra-Kaliwerke, deren Attraktivität als Ausbildungsbetrieb bis heute ungebrochen ist, ab, weil sie selbst ein überragendes Interesse an qualifizierten Arbeitskräften hatten, die sonst nicht zu bekommen gewesen wären.
 
Seit 1993 findet die Berufsausbildung für das Werk Werra übergreifend für alle Standorte im Verbund statt. Bei der Auswahl der Auszubildenden werden sowohl Bewerber aus Hessen wie auch aus Thüringen berücksichtigt.
An einer Schautafel werden den Auszubildenden durch Meister Deisenroth (Lengers) die einzelnen Fertigkeitsstufen des Metall- und Grundlehrgangs erläutert.
Im gesamten Unternehmen werden derzeit ca. 440 junge Menschen ausgebildet. Davon lernen knapp die Hälfte im Werk Werra, aber auch andere Standorte engagieren sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und haben die Ausbildungszahlen in den letzten Jahren zum Teil erheblich gesteigert. Dies wurde auch vom Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, in Form einer lobenden Anerkennung bereits im Jahr 1996 gewürdigt.
 
Mit unserer Ausbildungsquote von deutlich über fünf Prozent liegt K+S klar über dem Bundesdurchschnitt in der Industrie und dokumentiert auch damit seinen sozialen Anspruch, möglichst vielen Jugendlichen eine fundierte berufliche Perspektive eröffnen zu wollen.
 
Ein besonderer Leistungsanreiz ist es bereits während der Ausbildung, daß nach der Prüfung die meisten Nachwuchskräfte im Unternehmen bleiben können, wenn auch nicht immer gleich im erlernten Beruf.
Auszubildende aus der Elektrowerkstatt an einer Abfüllanlage der Verladung im 40er-Schuppen am Bahnhof in Heringen
Auszubildende aus der Elektrowerkstatt mit ihren Schalttafeln im Jahre 1960
Veränderte Anforderungen
Standen anfangs nur die vier klassischen Handwerksberufe Schlosser, Dreher, Schweißer und Schmied als Berufsbilder zur Auswahl, so hat sich das Spektrum der Möglichkeiten - den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und den Anforderungen der Industrie folgend - inzwischen grundlegend gewandelt.

Heute umfaßt das Angebot im Werk Werra folgende Ausbildungsberufe:

Gewerbliche Berufe

Energieelektroniker Fachrichtung Betriebstechnik
Industriemechaniker Fachrichtung Betriebstechnik
Anlagenmechaniker Fachrichtung Apparatetechnik
Anlagenmechaniker Fachrichtung Schweißtechnik
Zerspanungsmechaniker Fachrichtung Drehtechnik
Automobilmechaniker
Bergmechaniker
Chemiebetriebsjungwerker

Technische Berufe
Chemielaborant
Bergvermessungstechniker

Kaufmännische Berufe
Industriekaufmann/-frau

Kennzeichnend ist für alle gleichermaßen, daß den jungen Menschen das bestmögliche Rüstzeug vermittelt wird. Das schließt nicht nur die Qualifizierung der Ausbilder (20 haupt- und nebenamtliche sind derzeit im Einsatz) ein, sondern setzt auch voraus, daß die Ausbildungsmittel dem Stand der Technik entsprechen. In beiden Punkten gilt das Werk Werra unter Fachleuten als vorbildlich.

Bereits 1984 wurde es vom damaligen Bundespräsidenten Carstens für besondere Verdienste um die Berufsausbildung ausgezeichnet. Und die Prüfungsergebnisse, bei denen Auszubildende aller Berufsbilder aus dem Werk regelmäßig vordere Plätze belegen, bestätigen dies jährlich aufs neue.
Lebenslanges Lernen - Weiterbildung bei K+S
Allerdings wissen die jungen Facharbeiter, Industriekaufleute und Chemielaboranten auch, daß die "Halbwert-Zeit" der in der Ausbildung erworbenen Fähigkeiten heute kürzer denn je ist.

Sie nutzen deswegen gerne das Angebot, ihre berufliche Qualifikation im Rahmen des K+S -Weiterbildungsprogramms auf dem laufenden zu halten oder Spezialseminare außerhalb des Unternehmens zu besuchen. Allein 1997 nahmen dabei ca. 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Weiterbildungsmaßnahmen teil (davon in unserer internen technischen Fortbildung auf dem Werk Werra 315 Mitarbeiter bei 30 Seminaren).

Die Tatsache, daß jährlich vom Unternehmen allein für Zwecke der Ausbildung 10,5 Mio. und für Weiterbildung 4,7 Mio. aufgewendet werden, zeigt, daß "lebenslanges Lernen" bei K+S keine leere Floskel ist, sondern als wichtige Voraussetzung verstanden wird, das Unternehmen insgesamt wettbewerbsfähig zu halten. Der Grundstein dazu wird seit jetzt 70 Jahren mit einer qualifizierten Berufsausbildung gelegt.
 
Ausbildungsmeister Georg Spangenberg (1925-1998) zeigt den Auszubildenden im Jahre 1975 an einem Oszilloskop, wie die Kurve eines Wechselstroms verläuft, nachdem er durch einen Gleichrichter zu Gleich­strom umgewandelt worden ist.
70 Jahre Berufsausbildung im Werk Werra 1928 - 1998

1928
Beginn der Ausbildung von Schlosser, Dreher, Schweißer, Schmied

1939
Beginn der Ausbildung von Betriebselektrikern

1954
Beginn der Ausbildung von Starkstromelektrikern

1970
Beginn der Ausbildung von KFZ-Schlossern

1972
Beginn der Stufenausbildung im Elektrobereich

1980
Beginn der Ausbildung Bergmechaniker

1984
Auszeichnung von Bundespräsident Karl Carstens für besonderes Engagement

1987
Neuordnung der industriellen Berufe:
Industriemechaniker/BetriebstechnikAutomobilmechanikerEnergieelektroniker/Betriebstechnik Zerspanungsmechaniker/BetriebstechnikSchmelzschweißer


1993
Beginn des Ausbildungsverbundes

1995
Beginn der Ausbildung von Anlagenmechanikern

1998
70 Jahre Berufsausbildung bei K+S an der Werra, mit Beginn des neuen Ausbildungsjahrgangs insgesamt 3.993 Auszubildende in zusammen 17 Berufsbildern


Übersicht:

Ausbildungsverhältnisse nach Berufsbildern

1928 - 1998 (einschließlich neuer Ausbildungsjahrgang)


Gewerbliche Berufe:
Betriebsschlosser/Industriemechaniker

1.522
Bergknappen/-mechaniker
464
Starkstromelektriker
250
Chemiebetriebsjungwerker
216
Energieanlagenelektroniker
211
Dreher
200
Schmelzschweißer
195
Betriebselektriker
150
Kfz-Schlosser
84
Formschmiede
39
Stoffprüfer
26
Teilezurichter
12
Handelsfachpacker
1

Technische Berufe:

Chemielaboranten
190
Vermessungstechniker
26
Techn. Zeichner
6

Kaufmännische Berufe:


Industriekaufleute: 401

Summe Ausbildungsverhältnisse: 3.993

Summe Berufsbilder: 17


Quelle:
Pressemitteilung der Kali + Salz AG vom 22.07.1998,
70 Jahre Berufsausbildung im Kaliwerk Werra,
Kassel 1998Ansprechpartner:K+S Aktiengesellschaft
In der Elektowerkstatt werden Schweißgeneratoren aus den Instandsetzungs­betrieben vorbeugend gewartet. Hier die Auszubildenden Bernd Koch (Widdershausen) und Armin Gies (Herfa) bei der Arbeit
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