Hochwasser - Widdershausen aktuelles Projekt

Chronik Widdershausen
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Hochwasser

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Hochwasser der Werra

Hochwasser war für alle Bewohner der Werraufer ein Schreckensruf, es brachte Überflutungen von Wiesen, Strassen, Kellern, Wohnungen, Ställen und Gefahr für Mensch und Tier. Aus dem Juli des Jahres 1342 ist schon ein gewaltiges Werra-Hochwasser überliefert welches die hölzerne Brücke bei Vacha einriß. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau der heutigen steinernen Brücke begonnen. Riesige Überschwemmungen sind auch aus dem November des Jahres 1461 dokumentiert.
Das Hochwasser von 2011 überschwemmt das ganze Werratal zwischen Widdershausen und Dippach, im Überschwemmungsgebiet sind die Kieswerke zu sehen
Das Hochwasser von 2011 überschwemmt das ganze Werratal zwischen Widdershausen und Dippach, im Überschwemmungsgebiet sind die Kieswerke zu sehen
Weitere bemerkenswerte Werra-Hochwasser fanden in den Jahren: 1485, 1552, 1602, 1610, 1611, 1616, 1652, 1673, 1677, 1682, 1730, 1735, 1739, 1740, 1741, 1744, 1784, 1799, 1808, 1809, 1816, 1818, 1830, 1831, 1833, 1841, 1843, 1844, 1845, 1846, 1852, 1853, 1860, 1871, 1881, 1888 und 1890 statt.

Durch plötzliche Schneeschmelze, Regen und Eisgang kam es zwischen dem 5. Und 7. Februar 1909 wieder zu einem sehr großen Hochwasser. In Hann.-Münden betrug 1909 der Wasserstand 7,49 m. Hier richteten die treibenden Eisschollen grossen Schaden an. In der Stadt stand das Wasser bis zum Marktplatz. Werra und Fulda vereinigten sich in der Mühlenstrasse, so dass Witzbolde die Bemerkung machten, man möchte den Weserstein jetzt an diese Stelle setzen. Am Untertor in Vacha standen die Gebäude 50 cm im Wasser.
Das Hochwasser der Werra hat die Kreisstraße K4 zwischen Widdershausen und Leimbach/Dippach unpassierbar gemacht 2010
In Heimboldshausen wurde das Elektrizitätswerk der Kaliwerke Hattorf überflutet und den darin befindlichen 10 Mann der Rückweg zum Ort abgeschnitten. Sie konnten unter großer Anstrengung mit einem Kahn gerettet werden (Werra-Bote).

In diesem Jahrhundert folgen noch die Hochwasser von 1926, 1927, 1930, 1933, 1939, 1956, 1967, 1981 und das April-Hochwasser 1994.

Das Hochwasser vom März 1981 brachte an einigen Stellen die Betonmauer der DDR-Staatsgrenze zwischen Philippsthal und Vacha zum Einsturz.
Das Hochwasser der Werra hat die Kreisstraße K4 zwischen Widdershausen und Leimbach/Dippach unpassierbar gemacht 2010
Die Höhenzüge waren damals passabler als die versumpften Niederungen. Die Holzbrücken wurden etliche Male durch Hochwasser und treibende Eisschollen zerstört. Dann wurde wieder die Furt benutzt. Trotz bestehender Brücke fuhren immer wieder Pferdewagen durch das knietiefe Wasser der Furt, um Pferde und Wagen vom Straßenschmutz zu reinigen.

Die Brücke muß im 30-jährigen Krieg zerstört worden sein, „da wegen der fehlenden Brücke über die Werra die Verbindung nach Heringen lange unterbrochen war, so wurde Widdeshausen bald nach 1648 wieder in Obersuhl eingepfarrt“ (Hochhuth).

Im Staatsarchiv in Marburg findet man unter den Akten (HStAM Best. 220 Nr. 254) den Neubau der Werra-Brücke in der Gemeinde Widdershausen 1880-1891, darunter auch Risse der alten Brücke; Aufstellungen über die Vermögensverhältnisse der Gemeinde Widdershausen.

Im Jahre 1901 waren mit Ausnahme der Fuldabrücke bei Friedlos bereits sämtliche Holzbrücken über die Fulda und Werra durch massive Brücken ersetzt, und zwar über die Werra bei Widdershausen, Heringen und Lengers durch eiserne, Heimboldshausen und Philippsthal durch steinerne, über die Fulda bei Kerspenhausen, Kohlhausen und Mecklar durch steinerne Brücken und bei Mengshausen durch eine eiserne Brücke. Im Jahre 1902 verschwand auch die letzte hölzerne Brücke über die Fulda, die Friedloser Brücke; die neue steinerne Brücke wurde am 14. August 1903 dem Verkehr übergeben.
Nur der LKW schafft es noch die Kreisstraße K4 zwischen Widdershausen und Leimbach zu passieren, Hochwasser März 1981
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