Dorforiginale - Widdershausen aktuelles Projekt

Chronik Widdershausen
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Dorforiginale

Daten&Fakten > Einwohner > Dorforiginale
„Schwötz Schriener“ (lange Jahre als Ausscheller in Widdershausen im Dienst) und „Süsahns Jakob“ zwei Widdershäuser Originale, hier als Gemeindearbeiter im Einsatz (Foto: Pfarrer Kirchner)
Zwei Dorforiginale - Balthasar Koch der ehemalige Grubensteiger aus Heringen und der Versicherungsagent Fritz Wolf aus Widdershausen
Dorforiginale
Das Verschwinden der Dorforiginale
 
Was macht Menschen einzigartig?
 
«Originale gibt es heute kaum noch.»

Dorforiginale sind Personen aus der Geschichte eines Dorfes, die durch ihr unverwechselbares Auftreten, ihre Eigenschaften oder ihr Erscheinungsbild einen hohen Bekanntheitsgrad in der lokalen Bevölkerung erlangt haben und auch nach ihrem Ableben immer noch besitzen.
Originale, waren die eigentlichen Farbtupfer unter der Dorfbevölkerung.
Hebamme Anna Elisabeth Mötzing (1888-1968) aus Widdershausen war 1958 die älteste Hebamme im Kreise Hersfeld. Anna ließ sich im Jahre 1912 als "Storchentante" in ihrer Heimatgemeinde Widdershausen nieder, nachdem sie an der Frauenklinik der Universitätsklinik in Marburg ausgebildet worden war. Anna Mötzing hat im Laufe ihrer Tätigkeit über 800 Kinder zur Welt gebracht, mit den meisten "ihrer" Kinder steht sie bis zum heutigen Tage noch in enger Verbindung.
Adam Küchenmeister *1882 in der Fuldischen Aue war ein begnadeter Mechaniker LKW- und Motorradfahrer und ein Heringer Original, die Aufnahme zeigt ihn 1928 auf der Widdershäuser Kirmes
Der Bergmann und Junggeselle Heinrich Sieling (1934-1993) ein echtes Widdershäuser Original "Alle Räder stehen still, wenn Sielings Heinchen es will". Neben Heinrich ist der damalige Hauptlehrer Paul Brosey zu sehen.
Der Lehrer Jakob Brandau (1884-1970) war Hauptlehrer der Widdershäuser Volksschule, Kantor und Organist. Damit gehörte er neben dem Pfarrer zu den dörflichen Autoritätspersonen.
Sie waren die "Querdenker" und durch ihr Verhalten in gewisser Hinsicht auch die "Außenseiter", aber nicht die "Ausgestoßenen" der dörflichen Gemeinschaft.
Ihre Lebensphilosophie und Lebensweise genügte nicht den durchschnittlichen Normen einer bürgerlichen - im Grunde genommen - konservativen Lebenshaltung.
Sie waren ein Teil - ein akzeptierter Teil - jener heiteren Atmosphäre, die das Gemeinschaftsleben insgesamt prägte.
Durch ihre legere, distanzierte Einstellung zu religiösen und existentiellen Lebensfragen, stellten sie die Ernsthaftigkeit dieser Fragen in Zweifel.
Teilweise suchten Sie in ihrem Lebensalltag oft Zuflucht zum Bier als "Medizin" und Lebensspender.
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