Kalkgrube
Chronik 2 > Landwirtschaft
Kalkgrube in Widdershausen 1909
Eine Kalkgrube ist eine Grube zum Löschen und Aufbewahren von Kalk.
Die Verwendung von Kalk zur Herstellung von Gebäuden ist seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. belegt.
Traditionell wurde Kalk bis zu drei Jahre vor Gebrauch als Sumpfkalk gelagert. Eingesumpft wurde früher in Kalkgruben, die vielerorts vorhanden waren. Auch auf Baustellen war es üblich, als erstes den Kalk einzusumpfen. Der Kalkbrei muss während des Einsumpfens immer unter einer Wasserschicht lagern, um nicht mit dem Kohlenstoffdioxid der Luft zu reagieren. Heute soll gelöschter Kalk wenigstens einige Wochen, besser aber Monate einsumpfen.
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Historische Kalkgrube
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Zeitungsbericht zu einem tragischen Unfall mit einer Kalkgrube in Widdershausen vom 23.05.1909
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Titelzeile des Kirchenbuches von Widdershausen 1909
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Bei dem zweijährigen Kind aus dem Zeitungsbericht handelte es sich um Ferdinand Eitzert, Sohn des Wegewärters Georg Eitzert und dessen Ehefrau Elisabeth Eitzert geb. Ißleib aus dem Haus 78 1/2
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Titelzeile des Kirchenbuches von Widdershausen 1909
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Das Kind starb am 5. Mai 1909 und wurde am 9. Mai 1909 beerdigt, der Pfarrer notierte "im Kalk verbrannt".
Quelle: