Kieswerk - Widdershausen aktuelles Projekt

Chronik Widdershausen
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Kieswerk

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Kieswerk Widdershausen

In einem Kiestagebau erfolgt die Förderung der Baustoffe Kies, Sand und Schotter. Er wird auch als Kies- oder Schottergrube und Kieswerk bezeichnet.
Durchschnittlich haben Kiestagebaue eine Ausdehnung zwischen etwa 50 und 300 Meter und der Abbau erfolgt mit Baggern oder ähnlichem Räumgerät. Die Abbautiefe kann von einigen Metern bis zu fast 50 m reichen, der mögliche Aushub viele 100.000 Kubikmeter betragen.
In Deutschland, Österreich und den meisten EU-Staaten unterliegt die Genehmigung des Abbaus von Massenrohstoffen heute strengen Auflagen des Umweltschutzes und der Flächenwidmung.
Kies und Schotter sind Geröllablagerungen. Kies bekommt seine Form durch Reibung in fließenden Gewässern. Je nachdem, ob es sich um Fein- oder Grobkies handelt, sind die Steine zwischen 2 bis 63 mm groß.
Das Kieswerk Walter Schimmelpfennig KG in den Werra Auewiesen in Widdershausen um 2000
Viele Betreiber von Kiestagebauen arbeiten auch als Transportunternehmen, für größere Erdarbeiten oder für den Aushub von Baugruben.
Größere Lagerstätten dieser als "Massenrohstoffe" bezeichneten Sedimente finden sich an Flussterrassen – etwa in der Rheinebene – und als Endmoränen von Gletschern der Eiszeit. Durch großräumige Verfrachtung, Gebirgsbildung oder andere Tektonik kann der Kies weitflächige Schichten im geologischen Untergrund einnehmen – etwa in Norddeutschland, im Bereich ehemaliger Eiszeit-Gletscher oder in der Molassezone des Alpenvorlandes, wie z. B. in Oberschwaben.
Bei Überschwemmungen, in Talstufen von Wildbächen und in früheren Mäandern kann sich Geröll und Kies in größeren Mengen ablagern oder Kiesbänke bilden.
Das Kieswerk Walter Schimmelpfennig KG in den Werra Auewiesen in Widdershausen um 2012
Schwimmbagger zur Kiesgewinnung auf der Werra zwischen Dankmarshausen und Berka im Jahre 1929
Aufgelassene Tagebaue werden auf etwaige Altlasten untersucht. Die steilen Hänge und Abbruchkanten müssen verflacht werden. Wenn die bei der Förderung entstandenen Hohlräume und Gruben nach Beendigung des Abbaus offen bleiben, füllen sie sich meist mit Grundwasser und es entsteht ein Baggersee. Diese Seen werden (wie auch die Ziegelteiche) später – und oft auch schon währenddessen – als Fisch- oder Badesee genutzt und bei Eignung zum Teil eines Erholungsgebietes.
Kiesbagger mit Schöpfbechern (Löffelbagger) auf der Werra in Eschwege um 1910
Da die Anforderungen an die Betonqualitäten zunehmend höher werden und daher wird die Nachfrage nach guten Kiesqualitäten ansteigen.
Ausdehnung des Kieswerkes Schimmelpfennig an der Werra im Jahre 2020, hinten links der alte Baggersee.
Quellen:
Fotodokumentation über die Absenkung eines Grenzpfahles am Baggersee 'Schimmelpfennig' in der Nähe der Ortschaften Dankmarshausen und Widdershausen in Protokollvermerk über die 28. Sitzung der Arbeitsgruppe 'Grenzgewässer zur DDR, HStAM Bestand 610 Nr. 335, 1986-1987
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